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Online-Spielen im Büro: Im schlimmsten Fall droht die fristlose Kündigung

Online-Spiele sind beliebt wie nie – außer bei den Arbeitgebern. Denn die Millionen Menschen, die weltweit Social Games wie Farmville oder Mafia Wars spielen, beschränken sich dabei nicht immer auf ihre Freizeit. Doch Online-Spielen im Büro kann ernste Konsequenzen haben. 'Wer das über einen am Arbeitsplatz zur Verfügung gestellten Computer erreichbare Internetangebot zu privaten Zwecken nutzt, riskiert die Kündigung des Arbeitsverhältnisses', erklärt Ulrike Barkow, Fachanwältin für Arbeitsrecht in der Kanzlei HMW.

Damit Online-Spielen im Büro nicht die Überhand nimmt, regelt eine steigende Zahl von Unternehmen im Arbeitsvertrag oder in den Betriebsvereinbarungen, was die Arbeitnehmer online dürfen und was nicht. 'Ein Drittel der Firmen, die zur Gewerkschaft Ver.di zählen, verbietet Angestellten die private Nutzung des Netzes', berichtet Karl-Heinz Brandl, Geschäftsführer der Gewerkschafts-Tochter Innotec, die Arbeitnehmer bei Internet-Fragen berät. 'Ein weiteres Drittel regelt den Zugang, zum Beispiel in Betriebsvereinbarungen. Nur ein Drittel macht keine Vorgaben.'

Wenn die Nutzung des Internets zu privaten Zwecken im Büro gänzlich untersagt ist, kann ein Verstoß gegen dieses Verbot zur fristlosen Kündigung führen. Doch auch wenn es keine Regelung zu Online-Spielen im Büro gibt, kann spielen während der Arbeitszeit arbeitsrechtliche Konsequenzen haben.

Um Ärger mit dem Chef zu vermeiden, sollte das Internet im Büro nur in den Pausen zu privaten Zwecken genutzt werden. Dem Arbeitgeber sollten durch die private Nutzung des Internets keine Kosten entstehen, außerdem sollte natürlich unbedingt darauf geachtet werden, dass das Betriebssystem nicht mit Viren infiziert oder sonst irgendwie gestört wird.

Quelle: karriere.de, focus.de
Bild: tarikgore1 (Flickr)

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