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Piercings und Tattoos bei Polizeibeamten? Das Land darf entscheiden

Jedes Bundesland hat die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob seine Polizeibeamten ihren Körper mit Tattoos und Pierings verzieren dürfen und ob diese sichtbar sein können oder verdeckt werden müssen und in der Praxis geschieht dies auch schon so - es gibt deutschlandweit viele Unterschiede in der Handhabung mit dieser Sache.

Laut Professor Christoph Eckstein, Experte für öffentliches Dienstrecht in der Polizeischule Villingen-Schwenningen, ist das auch richtig so: "Der Dienstherr hat die Möglichkeit des Verbots." Doch nicht jedes Bundesland ist rigoros gegen Tattoos. Die meisten allerdings sehen dies bei ihren Polizeibeamten nicht gerne.

Am liberalsten geht Thüringen mit dem Thema um. In Erfurt heißt, dass ein Tattoo sichtbar sein darf, solange kein achtungs- oder vertrauensunwürdiger Eindruck entstehe. In Rheinland-Pfalz werden Tattoos dagegen nur geduldet, wenn sie nicht sichtbar sind. Das ist vor allem bei Sommeruniformen problematisch, denn diese haben oft kurze Ärmel bei BKA-Beamten.

Und genau darauf beruft sich Baden-Württemberg. Inwieweit Tattoos erlaubt sind, wird mit der Sommeruniform definiert. In Hessen, Bayern und Niedersachsen ist es ebenfalls so, dass Tattoos und andere Körperverzierungen nicht sichtbar sein dürfen. Und Sachsen verbietet Tattoos, wenn diese demokratiefeindliche oder gewaltverherrlichen Inhalte haben.

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