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Pornos oder Nickerchen: Das sollte man am Arbeitsplatz lieber lassen

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Für Arbeitnehmer gelten am Arbeitsplatz Regeln, die sie einhalten müssen, diese Vorgaben sind oft nicht in Verträgen festgesetzt, sondern können als sebstverständlich angesehen werden, zum Beispiel sollte man im Büro keine Pornos gucken. Dann steht die fristlose Kündigung eigentlich kurz bevor. Aber es gibt noch weitere Vorgaben, an die sich Arbeitgeber halten sollten.

Schlafen während der Arbeitszeit

Wer während der Arbeit mal kurz ein Nickerchen macht, dem droht die fristlose Kündigung. Allerdings gibt es da Abstufungen. Eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn war es vom Chef erlaubt, sich während der Zugfahrt in einem Abteil auszuruhen, weil es ihr nicht gut ging. Sie schlief ein und da niemand sie weckte, schlief sie die siebenstündig Fahrt durch. Prompt kam die fristlose Kündigung. Das Kölner Arbeitsgericht entschied aber, dass dies unverhältnismäßig sei. Ein Freifahrtsschein für ein Schläfchen während der Arbeit ist das aber nicht.

Langsames Arbeiten

Wer langsam arbeitet, riskiert seinen Job. Dies ist einer Architektin passiert, die von ihrem Arbeitgeber, einer Kreisverwaltung, 40 Tage Zeit bekam, ein Gutachten zu erstellen. Die Architektin hatte es aber auch nach 96 Tagen noch nicht fertig. Darauf kam die Kündigung. Das Arbeitsgericht Frankfurt entschied, dass diese Kündigung rechtens sei.

Rauchen am Arbeitsplatz

Wer während der Arbeitszeit viele Raucherpausen einlegt, ohne "auszustempeln", dem droht die Entlassung. Das Arbeitsgericht Duisburg entschied im Falle einer Angestellten, dass ihre Kündigung gerechtfertigt sei. Diese habe trotz mehrer Ermahnungen immer wieder Raucherpausen während der Arbeitszeit eingelegt.

Pornos

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz geht auch ohne Betatschen und Begrabschen. Ein Vorgesetzter zeigte zwei seiner Mitarbeiterinnen Pornobilder und meinte, solche Bilder könne er von ihnen auch machen. Das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein stufte solch ein Verhalten eines Vorgesetzten als nicht akzeptabel ein. Auch das Anschauen von Pornos im Büro ist nicht zulässig.

Kleidung

Vorgeschriebene, einheitliche Kleidung muss am Arbeitsplatz getragen werden. Auch wenn es Regeln für Socken oder Unterwäsche gibt, müssen diese eingehalten werden. Das Landesarbeitsgericht Köln gab einem Arbeitgeber Recht, der eine Mitarbeiterin der Fluggastkontrolle dafür abmahnte, dass die einheitliche Arbeitskleidung durch ihre Unterwäsche mit Blümchenmuster gestört wurde.

Falsche Äußerungen

Wem schon mal ein "Arschloch" im Büro herausrutscht, der muss noch nicht die Kündigung befürchten. Das entschied das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein. Wenn man allerdings bei der Caritas arbeitet und Witze über den Papst macht, dann droht die Entlassung. Denn die Einrichtung der katholischen Kirche müsse dies nicht akzeptieren. Ein Pfleger hatte in einem von der Caritas getragenen Krankenhaus Texte gezeigt, die nach Meinung der Kirche den Papst diffarmierten. Das gelte als Kündigungsgrund, entschied das Landessozialgericht Baden-Württemberg in Stuttgart.

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