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Probezeit: Fairplay, Fleiß und Fachwissen helfen auf dem Weg nach oben

Die größte Hürde ist genommen: Sie haben den Bewerbungsprozess gewonnen und den neuen Job ergattert. Doch zurücklehnen dürfen Sie sich noch längst nicht. Jetzt gilt es, sich zu beweisen. Wer die Probezeit bestehen will, muss sich gut vorbereiten. Mit ein paar elementaren Regeln gelingt das leichter.

Die ersten Monate in einer Firma sind etwas Besonderes. In der Probezeit prüfen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, ob sie zueinander passen. Fachleute nennen diese Zeit nicht umsonst die "zweite Bewerbung", denn eine Probezeit ist keine zwingende Voraussetzung für die anschließende feste Stelle. Die Bewährungsprobe dauert im Allgemeinen sechs Monate. Eine Kündigung ist in dieser Phase ohne Begründung möglich. Damit es nicht so weit kommt, achten Sie auf nonverbale Signale wie Auftreten, Körpersprache oder Kleidung. All diese Faktoren spielen für das Ankommen im Job eine große Rolle. Es schadet z.B. nicht, wenn man am ersten Tag ein bisschen "overdressed" erscheint. Auch die Stimme darf trotz aller Nervosität nicht zu piepsig oder zu laut sein. Sie bestimmt zu 40% den Gesamteindruck, den man sich von Ihnen bildet. Der Rest entfällt auf das, was Sie auch tatsächlich sagen.

Geschriebene und ungeschriebene Regeln gibt es in jedem Unternehmen. Die ersteren lassen sich nachlesen, die letzteren sollten Sie durch Beobachtungsgabe finden. Die neuen Kollegen teilen oft bereits eine gemeinsame Geschichte und haben bestimmte Verhaltensmuster etabliert. Wenn man zu wenig weiß, unterlaufen einem schnell Fehler. Dagegen helfen Offenheit und Aufgeschlossenheit sowie gemeinsame Mittagspausen, um sich besser kennen zu lernen und eine persönliche Basis zu finden. Ein gutes Verhältnis zum Chef ist das A und O im neuen Job. Machen Sie daher nicht den Fehler, und sprechen den Vorgesetzten nur dann an, wenn es Probleme gibt. Überehrgeizig sollten Sie aber natürlich auch nicht sein. Neue neigen schnell dazu, mit ihrem Fachwissen vorzupreschen und sich mit voreiligen Vorschläge zuverlässig ins Aus zu katapultieren. Hier zählt ein gesundes Mittelmaß: Überzeugen Sie durch Leistung, aber verzichten Sie auf "fishing for compliments".

Falls Sie fachliche Lücken entdecken, geraten Sie nicht gleich in Panik! Nutzen Sie die Probezeit, um Lücken zu schließen. Auch wenn dafür der ein oder andere Feierabend geopfert werden muss. Unkenntnis darf man am Anfang zwar zeigen, aber nicht zu oft! Fragen Sie lieber einmal richtig und nicht doppelt oder dreifach. Nach spätestens 100 Tagen sollte man wissen, wie der Laden läuft.

Quelle: manager-magazin.de
Bild: Alex E. Proimos (Flickr)

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