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Prüfungsangst: Probeklausuren und Visualisierungstechniken können helfen

Es ist der Alptraum schlechthin: Alle anderen beugen sich tief über ihre Klausurbögen und schreiben emsig - nur einem selbst fällt nichts ein.

Ein sogenanntes 'Brett vor dem Kopf' hatten die meisten Studenten schon einmal. Manchmal mit fatalen Auswirkungen, da sie aus Angst vor einer Wiederholung dieses Alptraums eine tief sitzende Prüfungsangst entwickeln. Doch glücklicherweise lässt sich mit etwas Übung und den richtigen Methoden der Schrecken minimieren. Die Berater des Schreibzentrums der Ruhr-Uni Bochum raten beispielsweise zu einer Probeklausur. Schließlich bräuchte man Erfahrungswerte, wie viel Lernstoff man im Rahmen der Zeit in der Prüfung verarbeiten kann und wie man sich die Zeit am besten einteilt.

Das Lernen und Probeschreiben unterscheidet sich allerdings je nach Klausurentyp: Bei einem Multiple-Choice-Test kommt es stark auf Schnelligkeit und die Reproduktion von Wissen an. Hilfreich kann sein, zunächst die Aufgaben zu erledigen, die die meisten Punkte bringen. Meist ist die entsprechende Punktzahl am Rand der Klausur vermerkt. Alternativ kann man auch erst die Fragen beantworten, die man wirklich weiß. Das beruhigt viele schon einmal.

Bei Klausuren mit offener Fragestellung zählt dagegen, Futter für den Aufsatz vorzubereiten. Viele Studenten entwickeln vor einer Klausur Textbausteine, die sie während der Prüfung abrufen können. Das Probeschreiben hilft dabei, den Lernstoff zu strukturieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Doch manchmal schützt auch die beste Vorbereitung nicht vor einer Panikattacke. Dann hilft nur eins: Ruhe bewahren. Bei Aufsätzen sollte man sich zunächst die Aufgabe durchlesen und versuchen, sie trotz der Aufregung richtig zu verstehen. Hat man durchschaut, wonach gefragt ist, kann man das Gelernte mittels Visualisierungstechniken abrufen. Mit Hilfe eines Mind-Mappings kann man ein Schema für die eigene Argumentationsstruktur entwickeln. Andere arbeiten lieber mit einer Gliederung, in der sie bereits Stichworte aufnehmen, an denen sie sich entlang hangeln können. Werden sie dann nicht rechtzeitig fertig, erkennt der Prüfer immerhin, welche Punkte im Klausurtext noch hätten kommen können.

Quelle: spiegel.de
Bild: ccarlstead (Flickr)

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