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Psychotricks für den Alltag

Das Leben ist nicht immer einfach, diese Binsenweisheit ist den meisten Erwachsenen genauso klar, wie die Tatsache, dass das häufig daran liegt, dass andere Menschen einem das Leben schwerer machen, als es sein müsste. Mit ein paar Psychotricks für den Alltag kommt man aber leichter durch: Sowohl mit den anderen Menschen als auch dem Streß.

Drei Dinge, die uns im Alltag häufig das Leben schwer machen, sind Schlafentzug, persönliche Probleme mit aufdringlichen Mitmenschen und Entscheidungen, über die wir uns im Nachhinein ärgern. Räumt man diese drei Probleme aus dem Weg, hat man es auch im Job leichter. Vor allem dumme Fragen wie "Warum siehst du denn so müde/ gestresst aus?" werden nicht mehr gestellt oder bei Beförderungsentscheidungen gegen einen verwendet.

    Daniela Vladimirova/Flickr

Sich und andere beeinflussen

Psychotricks für den Alltag sind in gewisser Weise unglaublich komplex: Wir wissen, dass wir unserem Unterbewusstsein in gewisser Weise ausgeliefert sind und dass nicht alles, was wir entscheiden müssen, bewusst passiert. Also arbeiten wir bewusst dagegen und erfinden kleine Kniffe, die helfen. Diese Spannung muss der Kopf auch erst mal aushalten also: Keine Sorge, wenn mal ein Trick nicht wirkt oder nach hinten los geht.

Erst mal ein Alltagstrick zur Entspannung am Abend: Jeder weiß, dass man tief durchatmen sollte, bevor man sich aufregt. Das hilft aber auch in anderen Situationen: Wer sich voll auf seinen Atem konzentriert, wird ruhiger und kann besser einschlafen. Dabei kann man zum Beispiel visualisieren, wie die Luft in den Körper hinein und hinaus fährt, oder man zählt jeden Atemzug: 1 und 2. Auch wenn der Kopf voll mit Gedanken ist, hilft diese leichte Übung, endlich zur Ruhe zu kommen.

Stress kann auch von außen positiv sein. Wenn zum Beispiel jemand anfängt, zu flirten, den man eigentlich nur als Freund oder Bekannten sieht. Der Trick hier: Flirten beruht oft auf absichtlicher Doppeldeutigkeit, Unsicherheit und darauf, dass in eine Aussage als das eine oder andere interpretiert werden kann. Um die Verhältnisse zu den eigenen Gunsten zu drehen, reicht es oft, auf eine Frage ehrlich oder genau so zu antworten, dass klar wird, dass man kein Interesse hat. "Wir können ja dann sehen, wo der Abend noch hinführt..." - "Na für mich hoffentlich bald wieder nach Hause."

Nein sagen

Einer der wichtigsten Psychotricks für den Alltag ist, einfach nein zu sagen. Das sollte man so früh wie möglich üben, denn die umgekehrte Manipulationstechnik ist die "Ja"-Kette. Jemand wird umgarnt, indem man ihm zunächst viele Fragen stellt, die er mit "Ja" beantworten muss, sodass er sich unwohl dabei fühlt, die Kette zu durchbrechen und ein "Nein" einzuwerfen. Besonders geschickte Frager lassen das letzte "Ja" wie eine logische Konsequenz der vorherigen "Ja"s scheinen.

Hier hilft ein einfaches Lächeln, wenn man schon in die Falle getappt ist: Reagieren Sie, als wären Sie auf den Trick eines Kindes reingefallen, den kein Erwachsener ernst meinen könnte. Oder sagen Sie, wenn sie früh merken, wohin der Weg führen soll, einfach schon eher Nein, notfalls mit Pingelichkeiten. Wer sich so zu einem ausgeschlafeneren, unbelasteteren und zufriedeneren Menschen macht, hat den Kopf auch im Job freier.

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