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Pünktlichkeit im Berufsleben: Notorisches Zuspätkommen wird immer weniger geduldet

Notorische Zuspätkommer müssen sich auf härtere Zeiten einstellen. Eine aktuelle Studie des Internet-Karriereportals 'Careerbuilder' hat ergeben, dass Arbeitgeber in Krisenzeiten wie diesen zunehmend allergisch auf dreiste Ausreden für wiederholte Unpünktlichkeit reagieren.

Für fast jeden dritten Chef wäre es sogar ein Kündigungsgrund, wenn ein Mitarbeiter zwei- oder dreimal zu spät kommt. Für neun Prozent der Vorgesetzten läuft das Fass bei vier bis fünf Verspätungen über. Das andere Drittel sieht es entspannter: 34 Prozent der deutschen Arbeitgeber finden es nicht so dramatisch, wenn Angestellte zu spät kommen. Hauptsache ist, dass sie ihre Arbeit gut und in angemessener Zeit erledigen.

Im Rahmen der Studie wurden im Frühjahr 2010 rund 130 deutsche Führungskräfte aus ganz unterschiedlichen Branchen interviewt. Dabei kam heraus, dass Arbeitgeber es am liebsten sehen, wenn ihre Angestellten zu den vorgesehenen Zeiten arbeiten. Zwar ermöglichen viele Unternehmen ihren Mitarbeitern auch eine gewisse Flexibilität, dennoch wird das Einhalten der Kernarbeitszeiten nach wie vor am meisten geschätzt.

Beim Erfinden von Ausreden zeigen sich deutsche Arbeitnehmer höchst kreativ. Auch das ist ein Ergebnis der Umfrage, die die ungewöhnlichsten Ausreden für Verspätungen ermittelte. Angst vor einem Kometeneinschlag, ein Unfall der Hauskatze oder ein durch einen Polizeieinsatz blockiertes Auto gehören zu den kuriosesten Verteidigungsversuchen. Auch wenn sich das alles lustig anhört: Unpünktlichkeit hat Einfluss darauf, wie ein Mitarbeiter im Hinblick auf seine Professionalität und Zuverlässigkeit wahrgenommen wird.

Nicht nur Vorgesetzte ärgern sich über notorische Zuspätkommer, sondern auch die Kollegen, die häufig die Mehrarbeit auffangen müssen und die Extrawürste des Bummlers leid sind. Wer erfolgreich sein will, sollte auch seine Pünktlichkeit im Griff haben!

Quelle: faz.net
Bild: Lee Brimelow (Flickr)

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