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Rente abgelehnt - was soll man in einem solchen Fall tun

Wer heute bei der Deutschen Rentenversicherung einen Antrag auf eine Rente aus gesundheitlichen Gründen stellt, erhält meist den Bescheid - Rente abgelehnt. Bis sich der Medizinische Dienst einer Meinung des Hausarztes anschließt, kann es dauern. In vielen Fällen bleibt es trotz gesundheitlicher Einschränkungen bei einer Antragsablehnung. Begründet wird das damit, dass der Antragsteller noch mehr als drei Stunden täglich arbeiten kann.

Widerspruch ausreichend und mithilfe von Experten begründen

Wer nach Stellung seines Rentenantrages den Bescheid erhält, dass die EU-Rente abgelehnt ist, muss das nicht widerspruchslos hinnehmen. Hat man seinen Hausarzt in die Antragsstellung einbezogen, wird man bereits von ihm wissen, dass es sehr schwer ist, eine EU-Rente zu bekommen. Das gilt selbst für eine nur zeitlich begrenzte EU-Rente. Dennoch kann jeder, der mit einer Entscheidung seiner Rentenversicherung nicht einverstanden ist, Widerspruch gegen einen Bescheid einlegen.

Bloßes Widerspruch einlegen, reicht im Allgemeinen jedoch nicht, damit die Rentenversicherung der Wiederaufnahme des Antragsverfahrens zustimmt und eine erneute Prüfung des Gesundheitszustandes als zulässig ansieht. Für den Widerspruch gilt grundsätzlich erst einmal eine Frist von 30 Tagen. Widerspruch kann der Antragsteller selbst schriftlich per Brief/Fax, direkt bei seinem Rentenversicherer oder bei einem örtlichen Rentenberater einlegen.

Viel wichtiger als der Widerspruchselbst, ist dessen Begründung. Es reicht nicht aus, nur zu schreiben, dass man nicht einverstanden ist, und Widerspruch einlegt. Man muss die Schwere einer Erkrankung noch einmal genau begründen. Der Widerspruchsbegründung legt man daher idealerweise einige Atteste bei. Diese sollten aktuell sein. Ohne Unterstützung seines Hausarztes oder eines anderen ärztlichen Spezialisten ist fast jeder Widerspruch zum Scheitern verurteilt.

Psychisch Kranke haben noch immer die größten Chancen, ein Widerspruchsverfahren erfolgreich durchzuziehen. Hier kommt es auf die richtige Unterstützung an. Ein Attest von einem Professor kann mitunter Wunder bewirken. Man muss außerdem einen Betreuer haben, der einen Antragsteller vor Ärzten und der Rentenversicherung vertritt. Gegen Entscheidungen der Rentenversicherung kann man auch beim Sozialgericht Klage einreichen. Doch auch hier gilt. Die Beweise müssen ausreichend sein.

Antragsteller muss sich auf mögliche Situationen vorbereiten

Jeder Antragsteller muss bei Erwerbsminderungsrentenanträgen sein Auftreten beim Gutachter des Medizinischen Dienstes gut vorbereiten, damit der Antrag auf Rente nicht gleich abgelehnt wird. Ein Beispiel soll das verdeutlichen. Wer bei seiner Krankenversicherung einen Antrag auf Pflegestufe stellt und einem Gutachter bei der Kontrolle selbst die Tür auf seinen beiden Beinen stehend öffnet, ist nie und nimmer ein Pflegefall. Das bedeutet, der Antrag ist beim Öffnen der Tür schon abgelehnt.

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