Excite

Minijobs für Rentner: Hinzuverdienen erlaubt

Wer als Rentner zur Rente noch etwas hinzuverdienen möchte, kann das grundsätzlich tun - je nach Rentenart und Alter sollte man aber bestimmte Freibeträge beachten!

Die Jobsuche gestaltet sich zunächst scheinbar schwierig, weil Rentner nicht für die gleichen Stellen gesucht werden, wie junge Leute - deswegen sollte man seinen Suchradius erweitern oder verschieben.

Verschiedene Jobs möglich

Der leichteste (Wieder-)Einstieg in die Arbeitswelt für Rentner ist über Minijobs oder selbstständige Tätigkeiten. Minijobs findet man zum Beispiel über die Minijobzentrale oder das Arbeitsamt, aber auch via Kleinanzeigen und anderen Onlineportalen. Wer sich selbstständig machen möchte, muss sich dafür in einigen Papierkram einlesen - Freiberuflich tätig zu werden ist aber wesentlich einfacher und bietet sich oft an.

Denn mögliche Tätigkeiten für Rentner schließen vor allem auch das Unterrichten oder Lehren ein: Viele Dinge, die man einmal gelernt hat, vergisst man nicht so leicht. Und auch als Rentner kann man anderen noch etwas beibringen. Wer ein Musikinstrument beherscht, kann Unterricht anbieten und wer seine theoretischen Kenntnisse aus dem Beruf noch parat hat, kann Nachhilfe für Auszubildende oder Schüler geben.

Andere freiberufliche Tätigkeiten sind unter anderem kreativ: Wer sich mit dem PC und Layout auskennt, kann mit kleinen Designtätigkeiten etwas dazu verdienen; auch Fotobearbeitung oder das Fotografieren und Videos drehen selbst können Geld bringen. Man kann sich zum Beispiel für Hochzeiten oder Taufen anbieten; natürlich sollte man vorher sicher stellen, dass man über die passende Ausrüstung verfügt.

Auf Freibeträge achten

Bei der Anstellung oder der eigenständigen Tätigkeit muss man aufs Geld achten. Einerseits natürlich darauf, dass die Bezahlung stimmt und man nicht abgespeist wird, andererseits aber auch darauf, nicht zu viel zu verdienen. Das gilt vor allem für Bezieher von Hinterbliebenenrente und Rentner, die das gesetzliche Rentenalter noch nicht erreicht haben. Hier sollte man sich an der Obergrenze von 450 Euro orientieren, die auch für Minijobs vorgeschrieben ist.

Wer über 67 ist und etwas hinzu verdienen möchte, unterliegt zunächst keinen Schranken. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man sich aber immer erst mal zum Beispiel bei der leistungsgewährenden Stelle informieren.

So funktioniert die Jobsuche im Rentenalter

Bei der Jobsuche gibt es für Rentner natürlich andere Probleme als für Berufseinsteiger: An Erfahrung im Berufsleben mangelt es selten, aber viele Arbeitgeber bringen älteren Leuten weniger Vertrauen entgegen. Natürlich sollte man seinen gesunden Menschenverstand benutzen und sich auf keinen Job bewerben, den man des Alters wegen gar nicht mehr durchführen kann.

Für alles andere gilt: Anzeigen oder Stellenausschreibungen sollte man gründlich prüfen. Dann kann man sich im Bewerbungsgespräch durch Wissen hervortun. Trotzdem sollte man nicht der Versuchung erliegen, seinen potentiellen Chef zu belehren, nur weil dieser jünger ist: Die Hierarchie im neuen Job fußt meist nur zum geringsten Teil auf früheren Leistungen.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017