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Sabbatjahr: Radikallösung mit großem Potenzial zur Neuorientierung

Die Motive sind vielseitig: Ob Weltreise, private Großprojekte wie ein Hausbau, Pflege eines Angehörigen oder einfach mehr Zeit für die Familie – ein Sabbatjahr kommt in Deutschland immer mehr in Mode. Einmal befristet und ohne negative Konsequenzen eine Auszeit vom Job zu nehmen ist für immer mehr Arbeitnehmern eine verlockende Möglichkeit.

Wer aus dem Trott ausbrechen, sein Leben bewusst umkrempeln und sich frischen Wind um die Nase wehen lassen möchte, ist mit einem Sabbatical gut beraten. Als solches bezeichnet man eine freiwillige Auszeit vom Job, die zwischen drei und 12 Monaten dauert. In der Regel ist dieser Langzeiturlaub mit einer Arbeitsplatzgarantie verbunden.

Abgesehen von dem Mut, seinen Arbeitgeber mit diesem für ihn vermutlich nicht gerade sehr erfreulichen Ansinnen zu konfrontieren, erfordert ein Sabbatjahr auch ein gewisses Maß an Planung. Doch Aufwand und Risiko werden durch ein beachtliches Plus an Lebensqualität, Zufriedenheit und Klarheit bezüglich der eigenen Lebensziele belohnt.

Folgende Punkte sollten beachtet werden, wenn man eine Auszeit plant:

Aus welcher Motivation heraus nimmt ein Sabbatjahr? Je klarer die Beweggründe sind, desto besser kann man im Gespräch mit dem Arbeitgeber argumentieren. Hilfreich kann auch sein, wenn man bereits einen Plan vorlegt, wie die eigene Arbeit während der Abwesenheit delegiert werden kann.

Wie kann man das Sabbatical für sich und seine Familie nutzen? Bei dieser Überlegung sollte man unbedingt den Partner mit einbeziehen.

Wie lässt sich die Auszeit finanzieren? Kann man vorarbeiten oder muss man unbezahlten Urlaub nehmen? Wie viel Geld braucht man für das Sabbatjahr?

Unbedingt abgeklärt werden muss, was mit den Versicherungen während des Sabbaticals passiert und welchen zusätzlichen Versicherungsschutz man ggf. noch braucht.

Während des befristeten Aussteigs sollet man nicht Aktionismus verfallen. Weniger ist mehr.

Die Rückkehr ins Unternehmen sollte rechtzeitig vorbereitet und durchdacht werden.

Grundsätzlich kann jeder Arbeitnehmer ein Sabbatical nehmen, allerdings gibt es darauf keinen gesetzlichen Anspruch. Varianten gibt es mehrere: Eine bezahlte Auszeit kann man nehmen, wenn man auf seinem Arbeitszeitkonto über einen längeren Zeitraum hinweg Überstunden oder Urlaub angespart hat. Man kann sich aber auch über einen bestimmten Zeitraum für die hundertprozentige Leistung nur 75 Prozent des Gehalts auszahlen zu lassen. Das Zeit- oder Gehaltsguthaben wird dann während der Auszeit ausgezahlt. Dritte Möglichkeit ist der unbezahlte Urlaub.

Quelle: jobscout24.de
Bild: Steve Polyak (Flickr)

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