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Schluss mit Arbeitsmythen im Berufsleben: Geld allein macht nicht glücklich

Zum Teamleiter befördert werden, mehr verdienen als der Nachbar, einen unbefristeten Vertrag und keine Existenzangst mehr haben - es gibt viele Ziele, von denen sich Arbeitnehmer mehr Zufriedenheit erhoffen. Doch selbst wenn alles nach Plan gelaufen ist, sind viele Menschen trotzdem nicht glücklich. Denn es gibt Aspekte im Berufsleben, die wichtiger sind als ein hohes Gehalt und Führungspositionen.

Laut einer aktuellen Emnid-Umfrage ist jeder dritte Deutsche unzufrieden mit seinem Job. Vielfach hängt diese miese Stimmung von falschen Einstellungen bezüglich Geld, Sicherheit und Glück ab. Auf der Suche nach beruflicher Erfüllung sollte man daher die Gründe für die schlechte Stimmung analysieren und mit überkommenen Denkmustern aufräumen. Denn viele in der Allgemeinheit kursierende Arbeitsmythen sind schlicht falsch und führen zu falschen Erwartungen, Enttäuschungen und Frust.

Ein Beispiel dafür ist die Annahme, dass ein hohes Gehalt glücklich mache. Doch das stimmt nur bedingt. In Wirklichkeit macht es nur bis zu einer bestimmten Grenze glücklich, sein Geld zu vermehren. Wer ein zu geringes Gehalt verdient, fühlt sich zwar tatsächlich wohler in seiner Haut, wenn das Einkommen höher wird. Wer allerdings genug hat, um seine Grundbedürfnisse zu stillen, wird durch eine Gehaltserhöhung nicht automatisch zufriedener. Die Glücksforschung hat herausgefunden, dass in Deutschland ab einem Nettojahreseinkommen von rund 20.000 Euro eine Gehaltserhöhung nicht mehr automatisch mit einer Steigerung des Glücksempfindens einhergeht.

Viele Arbeitnehmer wollen trotzdem mehr, obwohl sie eigentlich nicht das Geld, sondern das Glück suchen. Für einen gut dotierten Job nehmen sie enorme Einbußen in Sachen Lebensqualität hin, denn angesehene Führungsposition gehen häufig auf Kosten der Freizeit, der Familie oder Entspannung und Nachtruhe. Oft werden solche Menschen von falschem Ehrgeiz getrieben, weil sie besser dastehen wollen als der Bürokollege oder der Nachbar. Wer aufhört, seinen Lebensstandard mit denen seiner Mitmenschen zu vergleichen, hat einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung geschafft. Denn Arbeit sollte im Idealfall Spaß machen – und das nicht wegen des Geldes, sondern weil man seine Aufgaben gerne erfüllt.

Quelle: focus.de
Bild: John Lambert Pearson (Flickr)

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