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Sex-Streit an der Uni Potsdam: Jura-Professor zeigt eine Studentin an

  • Iwan Gabovitch/Flickr

Sex-Streit zwischen einem Jura-Professor und seiner Studentin an der Uni Potsdam: Der angesehene Professor Detlev Belling zeigte seine Studentin wegen Verleumdung an. Denn statt auf eine der Klausurfragen zu antworten, schrieb die Jura-Studentin folgendes: "Ich möchte mich hiermit bei Ihnen bedanken, dass Sie mich so sehr in den A... gef... haben." Der 61-jährige Professor Detlev Belling zeigte die Studentin kurzerhand an. Wegen Beleidigung. Und Verleumdung.

Aber worum geht es genau? Ist das eine Form von sexueller Belästigung oder ist da ein Körnchen Wahrheit dran? Die Staatsanwaltschaft wird nun darüber entscheiden müssen.

Der Vorfall, der in den Medien bereits zum "Sex-Streit von Potsdam" ernannt wurde, hat sich am 12. Februar 2014 ereignet. Eine Studentin hatte bei einer Klausur der Juristischen Fakultät offenbar nicht mit Fragen zum "Schuldrecht" gerechnet und war sauer. Statt ihre Klausur dennoch zu bearbeiten, schrieb sie die heiklen Zeilen.

Detlev Belling ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht sowie Arbeits- und Sozialrecht und ein angesehener Professor. Und nun wurde er von der Studentin bezichtigt, dass er sie "in die Prostitution" treibe, "weil ich sonst nichts anderes kann, da im 4. Semester mein Anspruch auf Bafög wegfällt."

Belling war nicht nur entsetzt über die Anschuldigung, sondern fühlt sich verleumdet. Er zeigte die junge Frau zwei Tage nach dem Vorfall bei der Staatsanwaltschaft an. "Die Strafanzeige wegen Verleumdung ist bei uns eingegangen. Wir prüfen jetzt, ob tatsächlich ein strafbares Verhalten vorliegt", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam gegenüber der B.Z.

Man möchte glauben, dass es normalerweise eher die Studentinnen sind, welche sich von den meist sehr viel älteren Professoren sexuell belästigt fühlen. In diesem Fall ist das nun einmal umgekehrt.

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