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Heikles Thema: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Seitdem FDP-Politiker Brüderle eine Journalistin zu genau beäugt hat, ist das Thema Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wieder präsent in den Medien. Vor allem Frauen haben mit diesem Problem zu kämpfen. Doch wo ist die Grenze überschritten, was ist ein harmloser Flirt und was nicht? Wir wollen einen Überblick über das Thema geben.

Erst Sprüche, dann Berührungen

Es war schon ein starkes Stück, was FDP-Politiker Rainer Brüderle sich da leistete. Er sagte einer Journalistin beim genauen Blick auf ihren Busen: "Sie können ein Dirndl aber ausfüllen." Und schon war der Aufschrei in der Medienlandschaft groß. Dabei erleben unzählige Frauen viel Schlimmeres an ihrem Arbeitsplatz. Und das jeden Tag.

Es geht schon los bei anzügigen Blicken. Der Arbeitskollege kann einfach seine Augen nicht von der weiblichen Kollegin lassen. Die findet das unangenehm und fühlt sich mehr und mehr verunsichert. Das wäre die erste Stufe, von Belästigung kann hier noch nicht unbedingt gesprochen. Doch wenn es ins körperliche geht, wird es für die Frau unangenehm.

Die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz steigt auf ein neues Level, sobald der Mann die Frau berührt, etwa beim Gespräch über ein Projekt, oder in der Mittagspause. Das beginnt oft mit flüchtigen Berührungen, die noch gar nicht anzüglich wirken. Aber viele Frauen haben am Arbeitsplatz schon erlebt, wie ein Vorgesetzter den Arm um ihre Taille gelegt hat und gar nicht mehr losgelassen hat. Die weiblichen Angestellten wissen oft nicht, wie sie reagieren sollen und lassen es über sich ergehen.

Weitere Arten der Belästigung sind Sprüche wie: "Sie sehen ja rattenscharf aus", oder "Ich könnte glatt vergessen, dass ich verheiratet bin."

Nicht still halten, sondern reden

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz geht meistens von Männern in Richtung der weiblichen Arbeitskollegen aus. Frauen lassen es oft über sich gehen, entweder aus Scham oder aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren. Dabei sollten sie den Mund nicht halten, sondern entweder mit dem Betriebsrat oder anderen Vertrauten in der Firma reden. Denn sexuelle Belästigung sollte kein Kavaliersdelikt sein.

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