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Soziale Netzwerke bewirken drastische Veränderung des Kommunikationsverhaltens

Ob für Marketingzwecke, PR, zur Kundenbindung oder Personalsuche – die Zahl der Unternehmen, die das Potential von Social-Media-Plattformen wie Twitter oder Facebook nutzt, steigt täglich.

Kein Wunder, schließlich sind diese virtuellen Plattformen ideale Kanäle um Nachrichten schnell zu verbreiten und kommentieren zu lassen. Daher präsentieren sich viele Firmen in den Social Networks, beobachten Äußerungen über ihre Produkte und Marken, diskutieren mit oder suchen nach den neuen Trends und Mitarbeitern.

Der Reifenhersteller Continental wirbt beispielsweise mit einem WM-Gewinnspiel auf Facebook, während die Brotmarke Golden Toast sich erstmals über eine Social-Media-Kampagne mit Verbrauchern austauscht. Kunden können Rezepte rund um die Weißbrotschnitten einstellen, die von Besuchern bewertet und anschließend weiterempfohlen werden können.

Online-Großhändler Amazon will sein elektronisches Bücherlesegerät Kindle künftig mit sozialen Netzwerken kommunizieren lassen. Leser haben dann die Möglichkeit Textpassagen via Facebook und Twitter an Freunde weiterzuleiten. Autohersteller Ford will 2011 rechtzeitig zum Verkaufsstart des Fiesta-Modells in den USA ebenfalls stark auf die virtuellen Plattformen setzen. Natürlich könne man laut Marketing-Vorstand Jim Farley eine Story auch in einem 15-sekündigen TV-Werbespot erzählen, aber er bevorzuge, wenn die Verbraucher dies täten. Und genau das ist die Lehre des digitalen Zeitalters: Wenn sich positive Bewertungen ohne eigenes Zutun verbreiten, schafft man Glaubwürdigkeit unter den Verbrauchern. Empfehlungen von Freunden gelten schließlich als vertrauenswürdiger als Werbebotschaften von Firmen oder Mitteilungen offizieller Medien.

Eine Untersuchung der Marktforschungsgesellschaft Nielsen fand unlängst heraus, dass 90 Prozent der Verbraucher bei Kaufentscheidungen der Empfehlung von Freunden vertrauen. Anschließend folgen bereits Online-Bewertungen durch andere Kunden.
Inzwischen beschäftigt sich bereits jeder fünfte der weltweit mehr als hundert Millionen Blogs mit konkreten Produkten und Dienstleistungen. Das zieht eine drastische Veränderung der Kommunikationshierarchien nach sich: Anstatt sich einseitig von Werbebotschaften der Unternehmen berieseln zu lassen, können Verbraucher nun selbst mit und über die jeweilige Firma kommunizieren.

Quelle: wiwo.de
Bild: richardmasoner (Flickr)

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