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Speed Reading Kurse: Lesetempo lässt sich mit neuer Technik verdoppeln

Eine neue Weiterbildungsmethode verspricht Arbeitnehmer eine deutliche Zeitersparnis: Speed-Reading-Kurse liegen derzeit voll im Trend. Kein Wunder, denn der durchschnittliche Beschäftigte wird täglich von so vielen E-Mails, Zeitungen, Akten und Berichten überflutet, dass er täglich drei Stunden mit Lesen verbringt.

Der Informationsflut wird man kaum Herr, denn ein normaler Leser schafft 'nur' etwa 240 Wörter pro Minute. Anbieter von Speed- Reading-Kursen versprechen jedoch, dass sich das Lesetempo auf mehr als 500 Wörter verdoppeln oder sogar verdreifachen lässt. Bundesweit gibt es inzwischen viele Anbieter wie 'Turbolesen', 'PoweReading', 'Improved Reading' oder 'Speed Reading', die bis zu dreitätige Seminare anbieten. Die Kosten liegen zwischen 280 und 450 Euro. Den Teilnehmern der Weiterbildungs-Workshops wird dabei eine neue Lesetechnik vermittelt, die unabhängig davon funktionieren soll, ob man von Papier oder am PC-Bildschirm liest.

Damit die neue Lesetechnik funktioniert, müssen die Schüler ihre Blickspanne von etwa drei Zentimetern nutzen und ganze Wortgruppen und Satzteile aufnehmen. Auf diese Weise ist schnelleres Lesen möglich, als mit der herkömmlichen Technik, bei welcher der Text Wort für Wort gelesen wird. Der Grund: Das Gehirn ist mit dieser Methode unterfordert, der Leser verliert die Konzentration und springt oft im Text zurück.

Es gibt jedoch noch weitere Tipps, um das Lesetempo zu steigern. Wichtig ist, den Text vorab schon einmal flüchtig durchzugehen, auf den richtigen Augen-Abstand zum Geschriebenen (40 cm) zu achten und die Wörter nicht mitzusprechen – auch gedanklich nicht. Wie das aber nun bei Trends immer der Fall ist, tummeln sich auch schwarze Schafe unter den Anbieter von Speed-Reading-Trainings.

Experten empfehlen daher, sich genau über den Veranstalter der Speed Reading Kurse zu informieren und auf deren langjährige Erfahrung, eine solide wissenschaftliche Basis, ein klar erkennbares Kurskonzept, gute Referenzen sowie den Verzicht auf esoterische Ansätze zu achten.

Quelle: karriere.de
Bild: Bjørn Bulthuis (Flickr)

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