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Spelling Bees: Buchstabieren als landesweit beachteter Wettbewerb

Anamika Veeramani ist die beste Buchstabiererin der USA. Die 14-jährige Tochter indischer Einwanderer mit dem fast schon unaussprechlichen Namen setzte sich im Finale gegen 272 Konkurrenten durch. Am Ende war es das Wort 'Stromuhr', das über Sieg und Niederlage entschied. Für Anamika Veeramani aus Cleveland gereichte das für englische Ohren seltsam klingende Fremdwort zur Krönung ihres von Millionen Amerikanern live auf ABC verfolgten Siegeszugs.

Buchstabierwettbewerbe, in den USA 'Spelling Bees' genannt, haben in Amerika eine lange Tradition. Sie gehören zum Schulalltag wie bei uns die Bundesjugendspiele. Jedes Jahr nehmen mehr als neun Millionen Kinder an Spelling Bees teil. Die Grund- und High-School- Kinds unter 15 Jahren buchstabieren dabei vorgegebene Wörter mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad. Als Hilfestellung dürfen sie nach der Definition, der sprachlichen Herkunft des Wortes und seiner Verwendung in einem Beispielsatz fragen. Nach mehreren Runden steht durch das Ausscheidungsprinzip ein Gewinner fest. Die Spelling Bees reichen von Klassenwettbewerben auf Grundschulebene bis zur nationalen Endrunde in Washington.

In den USA erleben die Wettbewerbe der kleinen Wortakrobaten derzeit einen bisher nicht gekannten Popularitätsschub. In diesem Jahr kamen zum Finale in der US-Hauptstadt 273 Schüler zusammen – mehr als jemals zuvor. Bis zu neun Runden lang mussten sie vor laufenden Kameras zwei Begriffe pro Kopf und Nase um die Wette buchstabieren. 21 von 273 Finalisten hatten eine andere Muttersprache als Englisch. Eine von ihnen durfte zu guter Letzt den Gewinner-Scheck über 30.000 Dollar mit nach Hause nehmen. Auffällig ist: Die Siegerin des Buchstabierwettbewerbes im Vorjahr hat ebenso wie Anamika Veeramani indische Wurzeln.

Quelle: derstandard.at
Bild: JC Medina (Flickr)

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