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Studienfinanzierung: Mehr Möglichkeiten als gedacht!

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird auch an den Universitäten immer größer. Während die Zahl der Studenten aus gehobenen Schichten stabil bleibt, sinkt sie bei Studierenden aus der Mittelschicht.

Noch schlechter sieht es bei Abiturienten mit einem sozial schwachen Hintergrund aus. Obwohl sie die Qualifizierung für eine Hochschulausbildung hätten, entscheiden sie sich aus finanziellen Gründen oftmals dagegen. Schließlich schlagen die Kosten des Studiums Monat für Monat mit mehreren hundert Euro zu Buche. Die Geldsorgen der Studenten haben sich im Vergleich zu früher verschärft, denn in den neuen Bachelor-Studiengängen besteht Anwesenheitspflicht, was einem Studienaufwand von 50-60 Wochenstunden entspricht. Da bleibt nicht genügend Zeit, um nebenbei noch einem Studentenjob nachzugehen. Hinzu kommen in vielen Bundesländern Studiengebühren, die die Gesamtkosten in die Höhe treiben. Dennoch raten Verbraucherzentralen, sich nicht von steigenden Kosten von einem Studium abhalten zu lassen. Denn es gebe zahlreiche Möglichkeiten der Finanzierung.

Ausbildungsunterhalt: Fast 90 Prozent der Studierenden werden von ihren Eltern unterstützt, wozu diese laut BGB auch bis zum 25. Lebensjahr der Sprösslinge verpflichtet sind.

BAföG: Die staatliche Unterstützung wird ausgezahlt, wenn das Einkommen der Eltern nicht ausreicht. BAföG ist ein Darlehen, das nach Beendigung des Studiums zur Hälfte in Raten zurückgezahlt werden muss.

Studiendarlehen: In Bundesländern mit Studiengebühren können Studierende bei den staatlichen Förderbanken der jeweiligen Länder Kredite zur Deckung der Studiengebühren beantragen. Zusätzlich gibt es von der KfW-Förderbank günstige Darlehen mit Auszahlraten von bis zu 800 Euro pro Monat. Damit können junge Leute studieren, ohne auf ihre Eltern oder einen Nebenjob angewiesen zu sein.

Stipendien sind nicht nur für Hochbegabte oder Einser-Abiturienten vorgesehen. Auch politisches und soziales Engagement kann den Ausschlag geben. Die Chancen auf eine solche Unterstützung stehen gar nicht schlecht, da es in Deutschland um die 3.700 Stiftungen gibt.

Quelle: bild.de
Bild: Neo_II (Flickr)

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