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Studienwahl mit Jobampel: Rosige Aussichten für IT-Fachkräfte und Ingenieure

Obwohl es immer mehr Abiturienten gibt, steigt die Zahl der Hochschulabsolventen nicht in gleichem Maße an. Momentan ist sogar eher das Gegenteil der Fall. Hohe Studiengebühren und schlechte Jobaussichten schrecken viele junge Talente von einem Studium ab. In vielen Fächern sehen die Prognosen in der Tat düster aus. Es gibt jedoch auch Studiengänge, bei denen sich die Arbeitgeber um die Absolventen reißen. Die Jobampel des Magazins "Stern" verrät, welches Studium die besten und welches die schlechtesten Chancen auf dem Arbeitsmarkt bietet.

Grünes Licht:

Informatik: Glücklich kann sich schätzen, wer eine Neigung für dieses Fach hat. Seine Zukunft sieht rosig aus. Die Zahl der Uni- Anfänger hat sich seit 2000 fast halbiert. Entsprechend sinkt auch die Absolventenzahl. Zwar verlassen 1.700 Diplom-Informatiker den Arbeitsmarkt, aber immer mehr jüngere Akademiker müssen ältere Quereinsteiger ersetzen. Der Bachelor könnte diese Lücken schnell füllen.

Elektrotechnik: Deutschland braucht dringend mehr E-Techniker. In sechs Jahren werden lediglich 7.500 Studenten ihren Abschluss machen. Bis 2015 gehen jedoch über 50.000 Elektroingenieure in den Ruhestand. Arbeitslosigkeit wird für junge E-Techniker kein ernstes Thema sein! Und die Gehälter werden vermutlich deutlich steigen.

Gelb:

Betriebswirtschaftslehre: BWLer sind Allrounder. Die Bandbreite reicht vom Kleinstunternehmer bis hin zum Konzern. Auch wenn der Arbeitsmarkt wegen der Finanzkrise derzeit stagniert, wird die Nachfrage künftig wieder ansteigen. Ob jedoch jeder der 40.000 Absolventen, die bis 2015 auf den Markt kommen, eine Stelle bkommt, ist fraglich. Denn die Branche ist jung: Von den 600.000 Erwerbstätigen ist nur jeder fünfte älter als 50 Jahre.

Erziehungswissenschaft: Bis 2015 werden 2.200 ältere Pädagogen pro Jahr in Rente gehen. Chancen gibt es in der Beratung, Weiterbildung und Organisationsentwicklung. Die Zahl der Anfänger ist durch die Einführung von Bachelor auf 11.000 gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag 2008 auf einem Rekordtief.

Rot:

Architektur: Wer dieses Studienfach wählt, muss schon ein wahrer Idealist sein. Arbeitsbedingungen und Verdienst waren in den letzten Jahren für ein Großteil der Absolventen mies. Auch künftig wird es nur einen geringen Nachwuchsbedarf geben. Wer unbedingt Architekt werden will, sollte daher internationales Parkett beschreiten.

Quelle: stern.de Bild: ernstl (Flickr)

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