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Tricks und Lügen im Lebenslauf

Langjährige Erfahrung in einer hoch dotierten Stelle, versierte Sprachkenntnisse und imposante Auslandserfahrung; Bei diesen Anforderungen seitens der Personaler kann nicht jeder Bewerber mithalten. So greifen viele Jobanwärter zu kleinen oder großen Tricks, um ihren Lebenslauf zu frisieren. Doch die Manipulation der Bewerbungsunterlagen kann böse Folgen haben, auch wenn der Bewerber selbst von einer Notlügen oder Schönfärbereien sprechen würde.

Zum Äußersten kam es im Fall eines Angestellten einer Autofirma. Der 35- jährige hatte jahrelang zur Zufriedenheit seiner Chefin gearbeitet, jedoch unter falschen Angaben. Seine eingereichten Unterlagen waren mit falschen Noten versehen, die ihm erst zu seiner Anstellung verholfen hatten. Die Chefin entdeckte den Schwindel durch einen Anruf bei der Industrie- und Handelskammer. Im diesem Fall wurde Urkundenfälschung festgestellt, die ein rechtswidriges Vergehen darstellt.

Der Wirtschaftsdetektiv Manfred Lotze von der Detektei Kocks aus Düsseldorf geht berufsmäßig im Auftrag von Firmen frisierte Lebensläufe durch und kann bestätigen, dass das Tricksen im Lebenslauf kein Einzelfall ist. Seinen Einschätzungen zufolge sind etwa ein Drittel aller Bewerbungen in Deutschland so frisiert, dass die Schummeleien auf den ersten Blick gar nicht erkennbar sind.

In dern Bewerbungen von 30 Prozent aller Jobanwärter, die von den Detektiven durchforstet wurden, fanden sich fehlerhafte Angaben, ein abgebrochenes Studium nicht mit einbezogen. Leidtragender ist im Endeffekt der ehrliche Bewerber. Denn je häufiger Falschaussagen die echten Referenzen ausschlagen, desto unausweichlicher wird die Notwendigkeit von Lügen im Bewerbungsverfahren.

Quellen: sueddeutsche.de
Bild: Stian Martinse (Flickr)

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