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Twitter-Verbot am Arbeitsplatz: Immer mehr Unternehmen sperren soziale Netzwerke

Immer mehr große deutsche Konzerne verbieten ihren Angestellten, im Büro soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter zu nutzen. Dabei tun es doch fast alle: In der Mittagspause schnell die Neuigkeiten seiner Freunde bei Facebook abrufen oder selbst einen 'Tweet' in die digitale Außenwelt senden.

Warum sind die Konzerne also so streng? Befürchten sie etwas Bummelei und das Vertrödeln wertvoller Arbeitszeit? Mitnichten! Hintergrund für die Sperrung der sozialen Netzwerke im Büro ist nach einem Bericht der Wirtschaftswoche in erster Linie die Angst vor Sicherheitslücken und Datenspionage.

Für den Großteil der Commerzbank-Mitarbeiter sind daher viele externe Social-Media-Angebote am Arbeitsplatz nicht zugänglich, wie der Dax-Konzern in der Stellungnahme für das Magazin einräumte. Auch HeidelbergCement hat Facebook, Twitter oder Myspace einen Riegel vorgeschoben. Während Volkswagen ebenfalls verschiedene soziale Netzwerke gesperrt hat, untersagte Porsche erst kürzlich die Nutzung von Facebook aus Angst vor Wirtschaftsspionage. Laut dem PC- Sicherheitsspezialisten Kaspersky seien früher E-Mails das beliebteste Einfallstor für schädliche Software in Unternehmen gewesen. Heute jedoch drohe die Gefahr vor allem von Seiten der sozialen Netzwerke.

Beim Energiekonzern Eon und dem Gas-Lieferanten Linde gibt es zwar noch kein generelles Verbot, dennoch wird an einzelnen Standorten der Zugriff auf Seiten wie Facebook und Youtube eingeschränkt. Auch Daimler räumte ein, aus Produktivitätsgründen den Zugang zu sozialen Netzwerken an manchen Standorten gesperrt zu haben.

Die deutschen Unternehmen stehen mit dieser Praxis nicht alleine da, sondern haben vielmehr wieder einmal über den Großen Teich geschaut: In mehr als jedem zweiten amerikanischen Unternehmen ist es den Beschäftigten verboten, während der Arbeitszeit soziale Internet-Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Myspace zu nutzen.

Quelle: sueddeutsche.de
Bild: Stephan Mosel (Flickr)

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