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Überstunden: Angestellte unter 30 Jahren müssen länger schuften

Während viele ältere Arbeitnehmer es noch gewohnt sind, Überstunden durch Freizeit ausgleichen zu können oder gar bezahlt zu bekommen, arbeiten viele Vollzeitkräfte unter 30 Jahren durchschnittlich fünf Wochenstunden mehr als vereinbart – unentgeltlich! Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in einer aktuellen Studie.

Demnach arbeiten junge Beschäftigte im Schnitt 44,1 Wochenstunden, obwohl sie laut Arbeitsvertrag nur zu 38,7 Stunden verpflichtet wären. Teilzeitkräfte sind im Schnitt 21,9 statt 20,5 Stunden tätig. Für die repräsentative Studie wurden bundesweit rund 8.000 Arbeitnehmer von TNS Infratest befragt.

Die meisten Überstunden machen offenbar junge männliche Angestellte. Bei den meisten stehen zwar nur 37,4 Wochenstunden im Vertrag, aber am Ende kommen bei ihnen 43,2 Stunden heraus. Frauen müssten im Schnitt 35,8 Wochenstunden arbeiten, landen aber tatsächlich bei 39,3 Stunden.

Die Studie förderte zudem zutage, dass viele junge Beschäftigte selbst oft am Wochenende arbeiten müssen: Fast 40 Prozent wird häufig oder sehr häufig samstags eingesetzt. Lediglich knapp drei von zehn (29 Prozent) bleiben davon verschont. Sonntagsarbeit ist für zwei von zehn Beschäftigten (20 Prozent) die Regel. Fast der gleiche Prozentsatz muss nur gelegentlich an Sonntagen zum Dienst antreten. Jeder Siebte (14 Prozent) wird oft oder sehr oft nachts zwischen 22.00 und 5.00 Uhr zum Arbeiten eingeteilt.

Quelle: n-tv.de
Foto: Danny Williams (Flickr)

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