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Umstrukturierung: Wer seinen Job behalten will, muss umziehen

Bedingt durch die Wirtschaftskrise sind viele Unternehmen derzeit gezwungen Umstrukturierungen vorzunehmen. Und so werden landauf, landab Abteilungen geschlossen oder Unternehmenssitze verlagert.

Den Angestellten verlangt das eine große Portion Flexibilität ab. Sie müssen oft einiges in Kauf nehmen, um ihren Job zu behalten. Aber alles bieten lassen müssen sie sich nicht! Grundsätzlich gilt: Umstrukturierungen können weder Arbeitnehmer noch Betriebsrat verhindern. Allein der Unternehmer entscheidet, wie er seine Firma strukturiert. Wenn er seinen Firmensitz beispielsweise von Stuttgart nach Berlin verlagern will, ist das allein die Entscheidung des Arbeitgebers.

Ändert er im Zuge einer Umstrukturierung den Einsatzort, haben seine Mitarbeiter allerdings einen Anspruch darauf, so weiterbeschäftigt zu werden, wie es in ihren Arbeitsverträgen vereinbart wurde. Diese Aussage hört sich zunächst gut an, ist aber mit Einschränkungen verbunden. In vielen Arbeitsverträgen gibt es Versetzungsklauseln, gegen die sich der Mitarbeiter im Falle einer Umstrukturierung nicht wehren kann. Will er weiterbeschäftigt werden, muss er umziehen!

Nur wenn im Vertrag ausdrücklich der Einsatzort festgelegt ist, kann er eine Versetzung verweigern. In solchen Fällen ist das Unternehmen am Zug. Oftmals wird den betroffenen Angestellten dann versucht, den Umzug durch Zulagen, Mietunterstützung oder Regelungen zur doppelten Haushaltsführung schmackhaft zu machen.

Falls sich durch eine Umstrukturierung gegen den Willen eines Beschäftigten dessen Aufgabengebiet ändert, muss er nachweisen, dass die neue Arbeit völlig von seinen bisherigen Tätigkeiten abweicht und deshalb unzumutbar ist. Allerdings läuft er dabei Gefahr, dass es keine andere Beschäftigungsmöglichkeit für ihn gibt.

Quelle: bild.de
Bild: fre-ality (Flickr)

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