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Unfall auf Arbeitsweg: Was man im Schadensfall beachten muss

Im Winter, wenn die Straßen glatt sind, kann ein Unfall auf Arbeitsweg ziemlich schnell passieren. Doch auch in anderen Jahreszeiten sind Unfälle, die auf dem Weg zur Arbeitsstelle passieren keine Seltenheit.

Laut einer kürzlich veröffentlichten Statistik der gesetzlichen Unfallversicherung belief sich im Jahr 2009 die Gesamtzahl der meldepflichtigen Unfälle auf Arbeitsweg oder auf dem Weg zur Ausbildungsstätte auf 178.000. Dabei wurden nicht nur Wegeunfälle von Arbeitnehmern, sondern auch die von Studenten, Schülern und Kleinkindern erfasst.

In aller Regel haftet die gesetzliche Unfallversicherung für die Schäden, die bei einem Unfall auf dem Weg zur Arbeit entstehen. Dabei besteht die Zielsetzung darin, die Gesundheit der Versicherten wiederherzustellen. Um zu gewährleisten, dass die gesetzliche Unfallversicherung greift, müssen Unfallbetroffene einige Dinge unbedingt beachten.

Zunächst einmal gilt es, nach einem Unfall auf Arbeitsweg, einen Durchgangsarzt aufzusuchen. Als Durchgangsärzte werden Chirurgen und Orthopäden bezeichnet, die sich auf Behandlung von unfallbetroffenen Personen spezialisieren. Wenn man nach dem Unfall den Hausarzt aufsucht, leitet dieser den Patienten zum Durchgangsarzt weiter.

In der Praxis eines Durchgangsarztes kann man einen rechtmittelfähigen Bescheid beantragen, in dem genaue Angaben zum Unfall und den dessen Folgen zu finden sind. Diesen Bescheid kann der oder die Unfallbetroffene beim Träger der Unfallversicherung vorlegen. Will die Unfallversicherung keine Zahlung leisten, gibt es die Möglichkeit, Widerspruch dagegen einzulegen.

Zuweilen kann es auch vorkommen, dass Berufsgenossenschaften einen Unfall auf Arbeitsweg nicht als solchen anerkennen wollen. Meistens geht es dabei um die Frage, ob der Unfall sich tatsächlich auf dem Arbeitsweg ereignet hat. Privat veranlasste Umwege, die zur Tankstelle oder Supermarkt führen, deckt die gesetzliche Unfallversicherung nicht ab.

Wenn es sich aber um Umwege handelt, die der Unfallbetroffene gemacht hat, um seine Kinder unterzubringen und abzuholen, greift die Unfallversicherung. Das gilt auch bei einem Unfall auf Arbeitsweg der bei einem Umweg passiert ist, der durch Verkehrsumleitungen und Fahrgemeinschaften zustande kam.

Quelle: rp-online.de

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