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Verdi Warnstreiks in NRW am Mittwoch und Donnerstag

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In dieser Woche wird der öffentliche Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen für zwei Tage komplett lahmgelegt, das ist jedenfalls zu befürchten, denn die Gewerkschaft Verdi hat mal wieder Warnstreiks angekündigt, an denen sich 70 000 Gewerkschaftler beteiligen wollen. Das würde bedeuten, dass die Fahrpläne für den öffentlichen Verkehr am Mittwoch und Donnerstag vollkommen durcheinander geraten.

Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst erreicht damit einen vorläufigen Höhepunkt. Am Mittwoch sollen im Ruhrgebiet, im Rheinland und in Ostwestfalen sowie im Sauer- und im Siegerland keine oder nur sehr wenige Busse oder Straßenbahnen fahren. Das teilte ein Gewerkschaftssprecher am Montag in Düsseldorf mit. Wer auf Regionalzüge und S-Bahnen angewiesen ist, der darf aufatmen. Diese sind vom Streik nicht betroffen.

Kitas, Müllabfuhr, Stadtverwaltungen und Sparkassen schalten sich dann am Donnerstag in den Warnstreik ein. Dazu kommen noch Arbeitsniederlegungen in Klinken, Altenheimen, Jobcentern und Bädern. Selbst der Flughafen Köln-Bonn wird betroffen sein. Das Bodenpersonal wird zeitweise den Hammer fallen lassen und in den Streik eintreten.

Insgesamt betrifft der Tarifstreik 2,1 Millionen Angestellte des Bundes und der Kommunen. Die Forderungen der Gewerkschaften sind klar umrissen: Die Gehälter sollen um einen Sockelbetrag von 100 Euro und zusätzlich 3,5 Prozent erhöht werden. Zwei Verhandlungsrunden gab es bislang, beide blieben ergebnislos. Die dritte Runde beginnt am 31. März. Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften ihren Forderungen Nachdruck verleihen.

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