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Wichtelparty-Knigge: Hände weg von Sexartikeln und Schnapspralinen!

Weihnachtsfeiern und Wichteln gehören zusammen wie Adventskranz und – kerze. Doch Vorsicht, bei Betriebspartys ist schnell Schluss mit lustig. Die Bescherung kann unter Kollegen zu bösen Verstimmungen führen. Denn nicht jedes Geschenk löst beim Adressaten Freude aus. Und mitunter kann ein vermeintlich harmloses Geschenk sogar zur Karrierefalle werden. Nun hat sich sogar der Deutsche Knigge-Rat mit dem Thema befasst.

Beim Wichteln wird grundsätzlich zwischen zwei Formen unterschieden: Das persönliche Wichteln und das Blindwichteln. Bei letztgenannter Variante werden alle Geschenke in einen Sack geworfen und jeder darf eines herausziehen. Das hat natürlich zur Folge, dass man ein (geschlechts-)neutrales Geschenk finden muss, mit dem man niemandem auf die Füße tritt. Krawatten sind daher ungünstig, da sie ja von einer Dame gezogen werden kann. Auch von Schnapspralinen ist abzuraten: Blöd, wenn ein Moslem oder ein Mitarbeiter mit früheren Alkoholproblemen die Packung erwischt. Nun ist es aber natürlich so, dass man alle Probleme, die irgendjemand mit dem Geschenk haben könnte, nicht im Voraus erahnen kann. Und mit etwas Glück weiß ja auch niemand, von dem das Geschenk stammt.

Bei der zweiten Wichtel-Variante lost man die Namen vorher aus und kauft dann gezielt für eine bestimmte Person ein. Dabei ist zu beachten, dass man dem Kollegen mit dem Geschenk Anerkennung und Respekt zollen sollte. Denn wer mit seinem Geschenk unzufrieden ist, kann sich schnell nicht genügend anerkannt und vor anderen gedemütigt fühlen. Daher ist es gerade im beruflichen Zusammenhang wichtig, die Wahl genau zu überdenken.

Gut ist, wenn man das Umfeld des Empfängers kennt. Falls nicht, sollte man sich nach dessen Vorlieben, Hobbys, Lieblingsreisezielen oder Kleidungsgewohnheiten erkundigen. Auf Anspielungen sollte man generell verzichten, auch wenn man meint, dass das lustig sei: Einer unpünktlichen Kollegin sollte man keinen Wecker schenken. Absolut tabu sind sexuelle Anspielungen, vor allem vom Chef an weibliche Untergebene.

Quelle: rp-online.de
Bild: Joe Madonna (Flickr)

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