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Wie lang ist die Kündigungsfrist beim Festvertrag durch den Arbeitnehmer?

Wenn Sie sich beruflich verändern wollen, dann gilt es häufig, den bestehenden Arbeitsvertrag zu kündigen. Der Prozess der Kündigung ist gesetzlich ausführlich geregelt. Hierbei gibt es eine bestimmte Kündigungsfrist bei einem Festvertrag für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, an die es sich zu halten gilt, wenn man das Prozedere rechtlich korrekt durchführen will.

Diese Kündigungsfristen gelten

Die Fristen für eine Kündigung sind zum einen tariflich, zum anderen auch gesetzlich festgelegt. In der Regel bedeutet dies, dass die Frist 4 Wochen zum 15. eines Monats oder zum Ende eines Monats beträgt. Im einzelfalle können auch verländerte Kündigungsfristen, allerdings nur für den Arbeitgeber, bestehen. Diese können bis zu sieben Monaten zum Ende eines Monats betragen.

Die Kündigungsfrist bei einem Festvertrag durch den Arbeitnehmer beginnt mit der sachgemäßen Zustellung dieser. Die Kündigung muss also schriftlich erfolgen und selbst unterschrieben sein, und der anderen Partei schließlich zugehen. Daher empfielt es sich, den Eingang entsprechend zu sichern, also auf eine Empfangsquittung zu bestehen. Im Zweifelsfalle muss der Kündigende beweisen, dass er die Zustellung zum entsprechenden Datum gewährleistet hat. Geht die Kündigung beispielsweise an ein Postfach, müssen Lagerungsfristen mit einkalkuliert werden.

Ein Grund für die Kündigung muss übrigens nicht angegeben werden. Eine Ausnahme stellen hier nur die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses während eines Ausbildungsverhältnisses oder einer Schwangerschaft dar.

Die Kündigungsfristen greifen übrigens nicht bei einer außerordentlichen Kündigung, also wenn ein vertrauensvolles Arbeiten, zum Beispiel durch Betrug oder Diebstahl, nicht mehr möglich ist. Dann kann eine sofortige Auflösung des Vertrages gefordert werden und eine fristlose Kündigung erfolgen. Der Einzelfall muss hier allerdings genau betrachtet werden.

Den Festvertrag genau lesen

Die Kündigungsfrist bei einem Festvertrag durch den Arbeitnehmer ist also klar geregelt, auch wenn es Ausnahmen gibt. Grundsätzlich können die Kündigungsfristen nicht zum Nachteil des Arbeitnehmers ausgelegt werden. Der geschlossene Arbeitsvertrag ist jedoch genau zu studieren. Wenn ein spezifischer Tarifvertrag geschlossen ist, können die Fristen der Kündigung eventuell abweichen oder auch kürzer sein.

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