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Wie werde ich Erzieherin? Arbeite in Krippen, Horte und Kindergärten

Wer in Deutschland Erzieherin werden will, muss grundsätzlich eine einschlägige Berufsausbildung absolvieren. Im Bereich Bildungs- und Erziehungswesen stellen Erzieherinnen und Erzieher, gleich nach den Lehrern, die zweitgrößte Berufsgruppe dar. Insgesamt arbeiten hierzulande knapp 250.000 Menschen als Erzieher in den unterschiedlichsten Sozial- und Erziehungseinrichtungen.

Beschäftigungsfelder

Zu diesen Einrichtungen zählen unter anderem Krippen, Horte und Kindergärten. Diese drei Erziehungsstätten zählen zu den sogenannten Tageseinrichtungen. Wer Erzieherin werden will, kann hier viele Beschäftigungsmöglichkeiten finden. Schätzungsweise sind weit über 80 Prozent aller Erziehrinnen und Erzieher in Tageseinrichtungen tätig.

Daneben gibt es auch noch weitere Arbeitsstätten für all diejenigen, die Erzieherin werden wollen. Dazu zählen beispielsweise Einrichtungen für Heimerziehung und Jugendhilfe. In letzter Zeit hat die Heimerziehung (auch Hilfe zur Erziehung genannt) an Bedeutung verloren. Stattdessen ist aber die Wichtigkeit der Jugendhilfe ziemlich stark angestiegen.

Verdienst und Mitarbeiterstruktur

In den vergangenen Jahren hat sich auch die Altersstruktur im Erziehungswesen deutlich verändert. Noch in den Siebzigerjahren lagen die Anteile der unter 25-jährigen Erzieherinnen und Erzieherinnen zwischen 25 und 40 Jahren etwa gleich auf bei 40 Prozent. Mittlerweile befinden sich die meisten Erziehrinnen in der zweiten Altersgruppe. Der Anteil der unter 25-Jährigen liegt dagegen unter 20 Prozent. Der Verdienst variiert und kann mit den Jahren von etwa 1.500 Euro auf bis zu 3.500 Euro ansteigen.

Insgesamt ist es so, dass dieser Arbeitsbereich von Frauen deutlich dominiert wird. Wer Erzieherin werden will, wird in seinem Arbeitsumfeld recht wenige männliche Kollegen vorfinden. Vor allem im Bereich Tageseinrichtungen ist der Frauenanteil besonders hoch. Bei Heimerziehung und Jugendarbeit zeichnet sich in den letzten Jahren dagegen eine Zunahme an männlichen Beschäftigten ab.

Ausbildung zur Erzieherin

Wer Erzieherin werden will, braucht auf jeden Fall die mittlere Schulreife. Anschließend muss man eine dreijährige Berufsausbildung absolvieren. Diese wird an einer Fachschule absolviert. Dabei können sich die Fachschulen entweder in kommunaler oder kirchlicher Trägerschaft befinden. Beide Formen haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Auf Qualität der Ausbildung wird sicherlich in beiden Fällen großer Wert gelegt.

Meistens ist es so, dass man für die Aufnahme einer Erzieher-Ausbildung eine berufspraktische Vorbildung braucht. Diese erwirbt man am besten im Rahmen eines umfassenden Vorpraktikums. Alternativ kann auch eine andere abgeschlossene Ausbildung als solche Vorbildung angerechnet werden. Wer Erzieherin werden will, hat alles in allem durchaus gute Beschäftigungsmöglichkeiten.

Quelle: erzieherin-online.de

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