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Wie werde ich Freiberufler? Mit öffentlichen Hilfen zur Existenzgründung

Wer Freiberufler werden will, muss bestimmte Formalitäten unbedingt beachten. Daneben hat man auch die Möglichkeit, eine ganze Reihe von öffentlichen Finanzierungshilfen zur Existenzgründung entweder als Kredit oder als Zuschuss zu beantragen. Dabei darf man den Unterschied zwischen Gewerbe und Freiberuflichkeit nicht aus dem Auge verlieren.

Welche Berufe gehören dazu?

Ob die angestrebte selbständige Tätigkeit als Gewerbe anzumelden ist oder aber als Freiberuflichkeit zählt, kann man nicht völlig frei entscheiden. Der Gesetzgeber liefert klare Vorgaben darüber, was zu den freien Berufen gehört. Freiberufler werden kann beispielsweise wenn man in der Wissenschaft arbeitet, schriftstellerisch oder künstlerisch tätig ist, unterrichtet oder eine erzieherische Tätigkeit ausübt.

Auch andere Dienstleistungen, die eine höhere Bildung erfordern, können zur Freiberuflichkeit gezählt werden. Eine nicht abschließende Liste der sogenannten Katalogberufe umfasst beispielsweise Ärzte, Zahnärzte, Veterinäre, Heilpraktiker, Ingenieure, Rechtsanwälte, Notare, Architekten, Journalisten, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. All diese Tätigkeiten können im Rahmen der Freiberuflichkeit ausgeübt werden. Auch neuere Berufe wie IT-Spezialisten und Web-Designer gehören dazu.

Anforderungen an Freiberufler

Wer Freiberufler werden will, genießt im Vergleich zu Gewerbetreibenden einen großen Vorteil: er oder sie muss nämlich keine Gewerbesteuer zahlen. Bei einem Gewinn von beispielsweise 50.000 Euro spart man ungefähr 1.600 Euro an Steuern. Wer 100.000 Euro Gewinn macht, spart sogar 10.000 Euro an Steuern. Zudem müssen Freiberufler keine Bilanzen erstellen. Vielmehr können sie dem Finanzamt eine Einkommens-Überschuss-Rechnung präsentieren.

Für all diejenigen, die Freiberufler werden wollen, entfällt auch die Anmeldung beim Gewerbeamt. Den Übergang in die Freiberuflichkeit muss man lediglich dem zuständigen Finanzamt mitteilen, damit dieses eine Steuernummer zuweisen und die Steuererwartung berechnen kann. Wer Freiberufler werden will und Mitarbeiter beschäftigt, muss zudem dafür sorgen, dass die Mitarbeiter bei der Berufsgenossenschaft gegen Unfälle am Arbeitsplatz versichert sind.

Verdienst und Fördermöglichkeiten

Einer der großen Vorteile für freiberufliche Existenzgründer besteht darin, dass sie eine Vielzahl von öffentlichen Finanzierungshilfen beantragen können. Dazu zählen unter anderem festverzinsliche öffentliche Kredite. Außerdem besteht auch die Möglichkeit Beihilfen wie Überbrückungsgeld und den Ich-AG-Zuschuss zu beantragen. Wer Freiberufler werden will, darf aber nicht vergessen, dass der Verdienst vor allem in der Anfangszeit nicht immer hoch ist.

Quelle: bochum.ihk.de

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