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Wie werde ich Landwirt ? Antworten gibt es bei der Landwirtschaftskammer

Den Beruf Landwirt erlangt man nach einer entsprechenden Ausbildung, die immer drei Jahre dauert. Eine Vielzahl von Antworten auf die Frage, wie werde ich Landwirt, erhält man bei landwirtschaftlichen Berufsfachschulen oder bei der jeweiligen Landwirtschaftskammer eines Bundeslandes. Die Landwirtschaftskammer ist zugleich verantwortlich für die Betreuung der Auszubildenden und die Überwachung der Ausbildung.

Körperliche Eignung muss medizinisch nachgewiesen werden

Die dreijährige Ausbildung zum Landwirt wird zum einen als eine berufliche Grundbildung (1. Ausbildungsjahr) und zum zweiten als berufliche Fachbildung (2. und 3. Ausbildungsjahr) durchgeführt. Antworten auf die Frage, wie werde ich Landwirt, ergeben sich unter anderem aus den Zulassungsvoraussetzungen.

Als Bewerber für eine landwirtschaftliche Ausbildung sollte man möglichst über einen Hauptschulabschluss verfügen. Besser ist jedoch eine höhere Qualifikation, da diese den späteren beruflichen Aufstieg erleichtert. Bewerber sollten sich für Natur und Umwelt interessieren und technisches und wirtschaftliches Verständnis mitbringen.

Eine äußerst wichtige Bedingung für die Berufsausübung ist, dass der Bewerber körperlich fit ist. Landwirt ist ein körperlich anstrengender Beruf, auch wenn vielfach technische Hilfsmittel den Berufsalltag erleichtern. Ein Bewerber mit Schäden an der Wirbelsäule, erheblichen Sehschwächen und Allergien sollte den Beruf Landwirt nicht ergreifen.

Medizinische Voruntersuchungen können beider Beurteilung der Eignung helfen. Das Jugendarbeitsschutzgesetz schreibt Sie zudem zwingend vor. Den Berufsabschluss erhält man nach dem erfolgreichen Schreiben von Klausuren und dem Absolvieren einer betrieblichen praktischen Prüfung.

An der Prüfung können auch sogenannte Quereinsteiger ohne Berufsschulausbildung teilnehmen, wenn sie rund fünf Jahre in der Landwirtschaft beschäftigt waren. Die Landwirtschaftskammern bieten dazu Vorbereitungskurse an. Die Prüfungsvorbereitung kann auch durch andere Bildungsträger in Eigenverantwortung erfolgen. Nach dem erfolgreichen Berufsabschluss kann die Weiterbildung an Fachschulen erfolgen. Auch ein Meisterabschluss ist denkbar.

Nach der Ausbildung einen eigenen Betrieb führen

Nach der Ausbildung, muss unter Umständen eine Antwort auf die Frage gefunden werden, wie werde ich Landwirt mit einem eigenen Landwirtschaftsbetrieb. Zunächst müssen einige Behördengänge erledigt werden. Eine Anmeldung beim zuständigen Finanzamt muss erfolgen. Hier wird insbesondere geprüft, ob es sich um einen landwirtschaftlichen Betrieb oder um einen Gewerbebetrieb handelt.

Als selbstständiger Landwirt wird man der Landwirtschaftlichen Pflichtversicherung zugeteilt. Beiträge werden für die Unfallversicherung, Altersvorsorge sowie die Kranken- und Pflegekasse gezahlt.

Wer als Landwirt Fördermittel beantragen will, muss sich beim Landwirtschaftsamt registrieren lassen. Eine einmal erteilte Betriebsnummer kann auch in Zukunft bei einer Fördermittelbeantragung wieder verwendet werden.

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