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Wie werde ich Notar? Juristische Ausbildung und Bedarf erforderlich

Der Notar gehört einer juristischen Berufsgruppe an, die seit Jahrhunderten eine bedeutende Rolle in der Geschichte spielt. Er ist eine Amtsperson, zu der ihn der Staat ernennen muss. Für die Antwort auf die Frage, wie werde ich Notar, ist daher ein Bedarf an Notaren nicht unwichtig. Zu den gegenwärtig rund 9.000 in Deutschland tätigen Notaren, ernennt der Staat jedes Jahr nur eine begrenzte Anzahl weiterer Personen.

Notarbestellungen erfolgen bei Bedarf durch den Staat

Die Antwort auf die Frage, wie werde ich Notar, hängt wesentlich vom jeweiligen Bedarf ab. Der Staat nimmt ähnlich wie bei Ärzten nur im Rahmen einer vorliegenden Notwendigkeit Notarernennungen vor. Daher überwacht der Staat die Zahl der tätigen Notare. In der Bundesnotarordnung (BNotO) ist vorgegeben, dass die geordnete Rechtspflege gesichert sein muss.

Dabei spielt für weitere Notarbestellungen in erster Linie das Verhältnis zwischen Notaren und Notariatsgeschäften in einem Gerichtsbezirk eine Rolle. Eine ansteigende Anzahl von Notariatsgeschäften führt dann zu einer Notarbestellung.

Wie wird man Notar – die Voraussetzung für den Beruf ist zum einen die deutsche Staatsangehörigkeit. Zum anderen sollte man Jura beziehungsweise Rechtswissenschaften studiert haben. Notar werden, kann unter Umständen auch ein Volljurist mit zweitem Staatsexamen. Um die Bestellung für einen Anwaltsnotar erhalten zu können, bedarf es einer anerkannten Zulassung (erlangt vor fünf Jahren) und einer dreijährigen Berufstätigkeit, die nicht unterbrochen wurde. Eine Altersbegrenzung besteht mit dem Erreichen des 60. Lebensjahres.

All das sind jene Voraussetzungen, die vor dem Beginn eines dreijährigen Vorbereitungsdienstes als Notarassessor erfüllt sein müssen. Die Abschlussnote des 2. juristischen Staatsexamens findet dabei Berücksichtigung. Generell ist die Bewerbung als Notar außerordentlich anspruchsvoll. Die fachliche Qualifikation muss sich in herausragenden Ergebnissen bei Examina zeigen.

Freie Notarstellen werden ausgeschrieben. Wer alle Anforderungen an eine Berufung zum Notar erfüllt hat, darf seine Bewerbung an das Kammergericht einreichen.

Notariat als Nur-Notar oder Anwaltsnotar

In Deutschland gibt es auf die Frage, wie werde ich Notar, mehrere Antworten. Das resultiert aus den historisch gewachsenen Formen von Notarberufen. Ein Notariat kann von einem Nur-Notar, einem Anwalts-Notar oder einen Beamten-Notar geführt werden. Ein Nur-Notar ist nur als Notar, ein Anwalts-Notar auch als Anwalt tätig. Welche Form des Notariats wo praktiziert wird, hängt von den Regelungen einzelner Bundesländer ab.

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