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Zukunftsbranchen: Neue Technologien und Gesundheitswesen sorgen für zusätzliche Arbeitsplätze

Wer einen sicheren Job mit tollen Perspektiven will, sollte versuchen, in den Zukunftsbranchen rund um neue Technologien und Dienstleistungen Fuß zu fassen. Experten haben fünf Bereiche ausgemacht, in denen voraussichtlich zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen werden.

Biotechnologie: Das Krisenjahr 2009 konnte der Branche nichts anhaben. Mit rund 2,2 Milliarden Euro blieben die Erlöse auf dem Vorjahresniveau. Ein Großteil der Biotech-Unternehmen widmet sich der Entwicklung von Medikamenten oder neuer Methoden im Bereich Diagnostik. Die Branchenstruktur ist zwar relativ klein und mittelständisch, doch die Chancen für neue Arbeitsplätze sind beeindruckend. Vorletztes Jahr gab es erstmals über 30.000 Mitarbeiter, hinzu kommen etwa ebenso viele Beschäftigte in Forschung und Lehre.

Energietechnik: Der Anteil erneuerbarer Energien an der europäischen Stromproduktion wird sich Schätzungen zufolge bis 2030 auf fast 50 Prozent verdreifachen. Doch dafür muss kräftig investiert werden: Mehr als 1.000 Milliarden Euro werden in den nächsten 20 Jahren in erneuerbare Energien und effizientere Anlagen gepumpt. Der grundlegende Umbau des Energiesektors sorgt für Arbeit: Allein 2009 kamen 15.000 neue Jobs hinzu. In zehn Jahren wird sich die Zahl der Beschäftigten vermutlich vervierfacht haben.

Gesundheitswesen: Mit Gesamtausgaben in Höhe von 263 Milliarden Euro (2008) ist die Gesundheitsbranche der bedeutendste Sektor der deutschen Volkswirtschaft und zugleich der größte Arbeitgeber: Rund 4,6 Millionen Beschäftigte kümmern sich um pflegebedürftige, kranke oder alte Menschen. Zwar wurde in den Krankenhäusern das Personal reduziert, doch dafür nahm zwischen 2000 und 2008 die Zahl der Mitarbeiter im Gesundheitsdienst und sozialen Berufen um eine halbe Million zu. Der Trend wird wohl anhalten: Ein Gutachten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums prognostiziert bis 2030 rund 6,7 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen.

Optische Technologien: Als Weltmarktführer in vielen Gebieten der Lasertechnik beschäftigte die Branche Optoelektronik/Lasertechnik rund 140.000 Mitarbeiter. Der Umsatz lag 2008 bei rund 23 Milliarden Euro und war zum dritten Mal in Folge um mehr als zwölf Prozent gewachsen.

Umweltschutz: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat für das Jahr 2008 etwa 1,8 Millionen Beschäftigte im Klimaschutz ermittelt. Innerhalb von nur vier Jahren waren rund 300.000 neue Stellen entstanden. Der größte Zuwachs fand in der Fotovoltaik statt, die meisten Beschäftigten gab es allerdings mit rund 87.000 in der Windenergie. Bis 2020 werden bundesweit mindestens 400.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Zukunftsbranche der erneuerbaren Energien entstehen.

Quelle: karriere-journal.monster.de
Bild: Jumanji Solar (Flickr)

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